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CHILE

Chile 2026, wir kommen

Hier berichte ich Euch von meiner neuesten Reise nach Chile.

Tag 1 Der lange Weg nach Chile

Montag, 23. Februar 2026, 03:00 Zulu-Zeit. Morgens klingelt der Wecker, um 4:00 erscheint Uber vor der Tür. Und schon sitzen wir im BER Terminal 1 bei Starbucks. Wir: das sind Carola und Ich auf dem Weg ans andere Ende der Welt!

     

Tag 2 Santiago de Chile

Es ist 19:30, die Sonne scheint noch, es sind erfreuliche 28 Grad aber wir liegen schon vollkommen erschöpft im Bett.

Wie kann das sein.....: wir springen einen Tag zurück.

Der Flug von Berlin nach Madrid von Madrid nach Santiago de Chile, direkt, mit Iberia( wird wohl nicht meine Lieblingsairline).  DREIZEHN STUNDEN FLUG und etliche Filme, gefühlt aĺle 53 Filme gesehen.....das macht schon was mit einem. Ankunft , ewige Einreise, Taxi ins Hotel und dann endlich duschen. Um Mitternacht im Hotel ( in Berlin 4 Uhr morgens) wir haben jetzt 24 Stunden dauer Bespaßung  mit wenig Schlaf hinter uns . Und nun gibt es im Hotel eine  Wassersperrung bis 5 Uhr morgens. Also kein duschen und gleich ins Bett und durch die Zeitverschiebung auch bald wieder raus aus dem Bett.

Unser Hotel liegt in dem hippen und sicheren Stadtteil Providencia, mit vielen Restaurantes und Cafes. Wir hippen MÄDELS verlassen das Hotel, nach einem reichhaligen Früstück, gegen 8:00 Richtung Zentrum. Natürlich nicht mit Uber sondern zu Fuß, a Pie sagt man auf Spanisch(: dann man los. 

Am Ende des Tages kamen wir auf 25 Kilometer und Blasen an unseren Pie.

Wir haben das ganze Zentrum erkundet, mit dem Plaza Armas, die Catedral Metropolitan die wir natürlich auch von innen besichtigt haben, den Fischmarkt (bäh) und Barrio Paris-Londres mit seinen schönen restaurierten Häusern. Ich ersparre euch das Aufzählen sämtlicher Gebäude an denen wir vorbei gelaufen sind. Zu erwähnen wären da noch die kleinen Einkaufsstrassen rund um die Plaza Armas. Die uns leider nicht in Extase versetzt haben, da vieles an second hand erinnert oder nahe dran ist, hallo Primark! 

Zwischen durch erholten wir uns im Restaurant oder auf einer schattigen Bank im Park.

Am Nachmittag waren wir schon fixifoxi, daher war es an der Zeit mal die hiesige Metro zu Testen. Na ich sage euch, anders als in Berlin ist es hier mega sauber und modern. Hier kann man am Eingang zum Gleis, mit Drehkreuz gesichert, schon seine Fahrt mit Visa bezahlen. Egal wo man hin fährt, der Preis ist für 1,5 Std gültig, man erhält keinen Fahrschein, es gibt keine Kontrollen, was fülr ein Fortschritt.

Allerdings wurden wir im Zentrum an einigen Stellen doch an das gute alte Berlin erinnert oder sagt man an das eher neue Berlin? An machen Stellen roch es unangenehm nach strengen PIPI.

Also zurück zur Metro, diese brachte uns recht flott zum 300 Meter hohen Skytower, von hier oben hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt und den umliegenden Bergen. In diesem Gebäude befindet sich eine wunderbare Shopping mall, Nike und so..... aber wir haben nicht gekauft weil der Taschen ja auch voll sind.

Wir waren noch essen mit Wein und jetzt .....Licht aus.

Tag 3 Santiago de Chile ......und schon wieder laufen

Heute sind wir wieder zu Fuß unterwegs und haben auch diesmal die 20 Kilometer Marke geknackt,ich kann mir das nicht erklären. Zuerst ging es strammen Schrittes, fast schon walken, in das Viertel Bellavista.Ein Viertel für Nachtschwärmer mit vielen Bars und Clubs. Die vernachlässigten Gebäude sind durch Street- Art aufgehübscht.

Anschließend mußte es ja unbedingt zum Markt la Vega gehen. Im Reiseführer als Obst und Gemüsemarkt beschrieben,stellte es sich als Kammer des Schreckens da.Ja es gab Obst und Gemüse und allerlei Gebrauchsgegenstände für den Haushalt und so.....auch gebrauchte Schuhe...und nicht so gut riechende Fleischstände. Aber es war kurios !

Und jetzt mal etwas Natur ohne laufen. Wir fahren auf den Cerro San Cristobal in mitten des Parque Metropolitano.

Weltweit einer der größten  städtischen Parkanlagen , mit Wanderwegen ( nicht  mit uns heute), Swimmingpools und Picknickbereichen. Wir fahren ganz bequem ,zuerst mit der Drahtseilbahn und anschließend mit einer Seilbahn von einem Ende bis zum anderen und wieder zurück. Nicht zu vergessen die 14 Meter hohe Marienstatue im strahlenden weiß, wo den ganzen Tag Gebete und Kirchengesang erklingen.

 Auf dem Wege zum Barrio Italia entdecken wir La Casa Museo la Chascona, das  Wohnhaus des Schrifstellers Pablo Neruda .

Der Tag nimmt sein Ende mit einem Cocktail .

 

 

Tag 4 auf nach Feuerland / Cerro Sombrero

Es ist 6:30 und wir sitzen schon wieder auf dem Airport. Den Iberia- Flug noch nicht verdaut, geht es auf einen 3,5 stündigen Flug nach Patagonien / Punta Arenas. Wenn alles klappt sind wir heute Abend auf Feuerland. Vorab müssen wir aber noch Leistung zeigen, erst 180 Kilometer Auto fahren und dann mit Schwung auf eine kleine Fähre, mir ist jetzt schon übel.

Juhu alles super geklappt, wir haben für die nächsten 12 Tage einen neuen besten Freund: Hyundai Tucson 4&4, er wird uns nicht im Stich lassen wird. 

Um 12:30 sind wir in Punta Arenas gelandet, an der Autovermietung eine übersichtliche Schlange aber trotzdem 1 Stunde gewartet. Aber dann geht es los.

Patagonien, endlose Weite, klare, samtige Luft und einem Himmel der sich ständig ändert, Sonne Wolken,Regen und ein ordentlicher Wind treibt die Wolken und auch unsere Haare durcheinander. Erstaunlicherweise ist es 25 Grad warm, meine Wetter App zeigte mir 15 Grad an,wie erfreulich. Nach Feuerland kommt man mit dem Auto auf 2 Wegen: einmal ab Punta Arenas, Autofähre nach Provenir etwa 2 Stunden Fahrt,  nur zweimal täglich und ohne online Buchung oder die kleinere Autofähre ab Punta Delgado. Das war unsere Wahl, einfach unkompliziert, ohne Anmeldung fährt Sie den ganzen Tag im 15 Minuten Takt über die Meerenge nach Feuerland . Von Punta Arenas nach Punta Delgado sind es 140 Kilometer, immer gerade aus und wenig Verkehr. Es gibt dort keinen Hafen und ein Dorf ist es auch nicht, die Fähre hält an der Mole und dann wird eingeladen, Autos, Trucks, Busse , Lastwagen und so. Bei starken Sturm und Wellengang setzt sie solange aus, bis sich das Wetter beruhigt hat und dann geht es weiter. Kostenpunkt pro Auto: 21500 Pesos, etwa 20 Euro. 

In dem kleinen Ort Cerro Sombrero haben wir über whats app eine Unterkunft gebucht. Das Hotel Creativa ist ein Container mit kleinen sehr sauberen Zimmer, mit Bad und es ist ordenlich warm. Das Essen war hervorragend!!! Jetzt sind wir sooo müde, es war ein langer Tag und morgen geht es entspannt weiter über die Grenze nach Argentinien und dann nach Ushuaia. Der Grenzübertritt wird sicher nocheinmal spannend, wegen der Verständigung  :)

Kurzer Zusatz zur Grenzüberschreitung benötigt man die Erlaubnis des Autovermieters. In unserem Fall ist es Europcars. Etwa 10 Tage vorher eine Mail schreiben, man erhält zügig eine Antwort , es werden Kopien vom Pass und Führerschein verlangt sowie die Info wie lange man bleibt. Bezahlt wird über einen Link mit Visa, man erhält eine Bestätigung und bei Abholung liegt alles bereit. Top Service!

Wir gehen jetzt schlafen !

 

 

Tag 5 nach Ushuaia

 Nach einer Stärkung am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Ushuaia in Argentinien. Bald schon erreichen wir die Grenze und freuen uns, daß es keinen Andrang gibt. Mir geht so durch den Kopf: hoffentlich fragen sie uns nicht so viel! Ach aber nein, man sieht uns sofort an, das wir nicht aus Südamerika kommen. Auch ein bischen verwirrt schauen hilft auch in vielen Situationen. Nein, es war alles super easy......raus aus Chile .....rein nach Argentinien, wenig Fragen und mega freundlich.

Die Landschaft ist immer gleich, eine beruhigende weite Steppe, als Beifahrer kann man dabei leicht eindösen. Immer wieder treffen wir auf Tiere : Füchse, Nandus, Guanakos und kleinere Greifvögel, die sich gefährlich nahe an der Strasse aufhalten. Die Strasse führt immer gerade aus und es gibt kaum Verkehr, ein Navi braucht man kaum da alles gut ausgeschildert ist. Wir kommen gut vorran und halten in der Kleinstadt Rio Grande um zu tanken und einzukaufen. Leben möchte ich aber hier nicht, sehr öde! Kurz zu erwähnen ist, das man hier überall mit Visa zahlen kann!!!
 
 
 
So 80 Kilometer vor Ushuaia ändert sich die Landschaft, hohe Berge begrüßen uns und es gibt grüne Wälder und blaue Seen, atemberaubend schön. Wir kommen nicht drumherum ständig einen Fotostop einzulegen, so schön ist hier die Natur. 

Nach 450 Kilometern und 6 Stunden ist das Ziel erreicht, jetzt ersteinmal ein Glas Wein. Wir haben eine nette Wohnung über booking com gemietet, mit 2 Schlafzimmern und einem schönen Blick auf den Beagle Kanal und dem Ort. 

Heute kocht Carola und das Essen ist fertig.

Tschüß bis morgen.......

Tag 6 ein Wandertag im Paque Nacional Tierra del Fuego

 

Vorweg ein paar Infos: 

Warum heißt Feuerland Feuerland ? Die Antwort : Magellan gab diesen Flecken Erde den Namen Tierra del Fuego/ Feuerland, weil er vom Schiff aus die unzähligen Feuerstellen der Ureinwohner sah.

Der Beagle Canal ist nach einem britischen Forschungsschiff benannt, der Canal verbindet den Atlantik mit dem Pazifik.

 

Eintritt in den National Park kostet 18 Euro p.P., das müssen wir erst einmal ablaufen.

Die Parkplätze befinden sich am Beginn der Wanderwege.

Es gibt 6 Wanderouten, eingeteilt in leicht, moderat und schwer. Wir entschieden uns für moderat, .....an schwer müssen wir uns  noch physisch und psychisch ranarbeiten.

Unsere Rucksäcke slnd gut gefüllt mit allen nützlichen Dingen wie Regen - Poncho und Überschuhe, Mütze, Taschenmesser, Erstehilfe -Beutel, Trinkwasser, Brötchen und diversen Kleinigkeiten.

Wir entschieden uns für den Senda Costera, dieser Weg führt an  der Küste entlang.

Hier, am Parkplatz befindet sich das südlichste Postamt des Amerikanischen Kontinents.

Nach Alaska sind es 17000 Kilometer und zur Antarktis gerade mal 1200 Kilometer, also fast um die Ecke.

Einsam und ohne Touristenmassen führt uns der Weg, rauf und runter, durch eine dichte Bewaldung. Immer wieder haben wir einen schönen Blick auf die Küste, an manchen Stellen geht es ein Stück auf dem steinigen Strand entlang. Das Wasser ist kalt, sehr kalt und verlockt nicht zum Baden. Beim Laufen müssen wir aufpassen wo wir hintreten, da der Weg mit Wurzeln bedeckt ist. Die knochigen Bäume sind von starken Winden gezeichnet und knarren und ätzen bei jeder Windböe, ein bischen schaurig ist es schon.

Später fuhren wir zum See Acigami und genossen unsere Vesper und den Blick auf den See.

Das Wetter spielte bis zum Nachmittag mit,  kein Sturm, kein Regen ,aber leider auch keine Sonne bei einer Temperatur von 14 Grad, soweit so gut, angenehm zum Laufen.

Naß wurde es dann aber am Nachmittag, auf einem 4 Kilometer Rundweg an der Lapataia Bucht. Jetzt kommt nun auch der Regenponcho zum Einsatz und wir sehen aus wie 2 Hobbits mit Buckel. Der Regen ließ schnell wieder nach und wir konnten unsere Verkleidung wieder ablegen.

Der Tag ist noch nicht vorbei, wir unternahmen noch einen kleinen Rundgang durch die Shoppingstrasse von Ushuaia, staunten nicht schlecht über die sehr hohen Preise und kauften nix. Für 20 US$, ähm, da gönnten wir uns 2 Cappuccino und teilten uns ein Stück leckeren Kuchen. Was für ein Luxus, dafür gab es zum Abendbrot den Rest von gestern, sehr lecker gekocht von Carola.

 

 

Tag 7 Sonntag, ein Sonnentag / Laguna Esmeralda

 

Schon der frühe Morgen lässt erkennen das es ein hervorragender Sonnen Tag wird. Blauer Himmel und Schäfchenwolken locken uns sehr früh aus dem Bett. Um 8:30 starten wir schon mit unserer Wanderung zum Esmaralda See. Hier sollte man am Wochenende früh starten, da diese Wanderunge auch bei Einheimischen sehr beliebt ist. Der Wanderweg beginnt 9 Kilometer außerhalb von Ushuaia und der Parkplatz ist bei unserer Ankunft fast leer.  Man betritt einen bizarren Wald und muss sich ersteimal orientieren, alles sieht nach einem Weg aus. Wir irren ein wenig umher bis wir die ganz keinen Makierungen an den Bäumen entdecken. Die Wanderung entpuppt sich als eine Mischung aus Schnitzeljagd und Parcourpfad. Alle 50 bis 100 Meter sucht man die Bäume nach einem Hinweis ab, aber darin werden wir schnell besser und bekommen ein Auge für die kleinen Schildchen. Das mit dem Parcourlauf müssen wir noch üben, balancieren über Holzbretter und Äste, umlaufen tiefen Schlamm und gehen den vielen Stolpersteinen aus den Weg . Aber es ist trotz der  Mühen ein wunderschöner Wanderweg. Diese unglaubliche Landschaft entlockt uns ständig ...Ah's ,  Oh's und WOW 's. Allerdings ist auch das grandiose Wetter mit verantwortlich, diese Sonne, der blaue Himmel alles wirkt so klar und sauber, wie auf einem Bild. Das Highlight ist dann die Lagune mit ihrem hellblauen Gletscherwasser. Auf dem Rückweg sind wir schneller, es geht zum einem  bergab und zum anderen sind wir jetzt fit im Parcourlaufen und Schilder finden. Es ist  später Vormittag und nun wird es richtig voll, eine Völkerwanderung hat  eingesetzt, der Parkplatz voll bis zum letzten Platz. Ein kleiner Stand lockt uns mit einen frisch gebrühten Cafe, wir sitzen in der Sonne und genießen unsere Vesper und den sagenhaften Cafe.

 

 

Der nächste Stopp ist nicht weit entfernt und die grünen Wiesen mit ihren grasenden Pferden laden uns noch auf eine kleine Wanderung ein. Am frühen Nachmittag fahren wir zu einem steinigen Strand am Beagle Canal und genießen mit vielen anderen die wärmende Sonne, ohne ein Bad zu nehmen. Versteht sich wohl von selbst bei der Wassertemperatur.

Diesen außergewöhnlichen Tag schlossen wir mit einem leckeren Essen im La Casa de los Mariscos ab, bei Wein und Fisch.  Wir stoßen an, auf unsere tollen Tage in Ushuaia , in denen wir vom Wetter und der Natur verwöhnt wurden.

Anmerkung: unbedingt einen Tisch online vorbestellen.

 

 

 

 

 

Tag 8 der Abschied/ San Gregorio/ Chile

Es heißt Abschied nehmen von diesem schönen Flecken Erde. Feuerland zeigt sich heute von seiner stürmischen Seite, wild türmen sich die dunklen Wolken am Himmel und schütten viel Regen aus.

Früh starten wir in den langen Tag ins nächte Erlebnis . Wir verlassen die  wolkenverhangenden Berge und kommen wieder in die Weite der Graslandschaft. Guanacos begleiten uns bis zu Fährhafen Bahia Azul. Der Regen und die dunklen Wolken liegen hinter uns und der Himmel ist wieder blau mit weiß getupften Wolken bei 14 Grad. Die Überfahrt mit der Fähre ist zügig erledigt. Gegen 16:00, nach 550 Kilometer, fahren wir in den sehr kleinen Ort San Gregorio, wo wir im gleichnamigen  Hostal ( kein Hostel) eine Übernachtung über google/ whats app vorgebucht haben.Sie vermieten einfache, warme und niedliche Häuschen , die Einrichtung ist ländlich und landestypisch. Wir sitzen gerade im hauseigenen Restaurant beim Abendessen, auf spanisch" cenar". Vino und Pollo con arroz, sehr sehr lecker, Hausmannskost. 

Unser Häuschen hat kein Licht, wir könnten wechseln, aber nö, das ist unser Abenteuer für heute.

Anmerkung1 : den Preis erfahren wir erst morgen

Anmerkung 2 : es ist 20:30 und noch hell🙂

 

Tag 9 Pali Aike National Park in Chile/ Rio Galleros/Argentinien

  • Die Nacht ! Irgendwann werde ich wach, weil meine Nase sich so furchtbar kalt anfühlt, brrr wie unangenehm kalt das ist. Nach langer Überlegung, überwinde ich mich und steige aus dem Bett, uuuii kalt, stolpere zur Heizung ( ihr erinnert euch kein Strom) und stelle fest kalt !!! Auch hin und her drehen  der Ventile hilft nicht, also noch ein Fleece Shirt an und wieder unter alle Decken. Zum Glück gab es am Morgen heißes Wasser. Wir ahnten da noch nicht was uns am heutigen Abend erwartet.

Beim reichhaltigen Frühstück stellten wir fest, daß es regnet und der Himmel grau ist. Trotzdem machen wir uns auf in den nahen National Park Pali Aike , was soviel heißt wie verlassener Ort, eine sehr passende Bezeichnung finde ich. 

Am Horizont sieht man schon helle Stellen am Himmel und als wir am National-Park ankommen ist die Sonne schon da. Der Eintritt kann nur in bar bezahlt werden und kostet wenig, es gibt sogar eine kleine Einführung, Wir sind die einzigen Gäste, da der Park so abgelegen ist verirren sich nur wenige hierher. Es erschließen sich kleine erloschene Vulkankrater und Lavagestein und natülrlich Guanacos Herden und ein Skunk. Wir laufen 2 kurze Wanderwege und genießen die Einsamkeit. 

Falls ich es vergessen habe wir sind gerade noch in Chile und fahren gleich wieder nach Argentinien über die Grenze. Wir kommen selbst schon durcheinander und vergessen wo wir sind. Geldbörsen müssen wieder gewechselt werden, die e -sim wieder umgestellt....immer was zu tun.

An der Grenze raus aus Chile rein nach Argentinien, klappt wieder ohne viele Fragen.

Dann treffen wir in dem Städtchen Rio Galleros ein, vollkommen uninteressant, muß man sich nicht merken.

Unsere Unterkunft, wie kam es dazu. Es sollte nur eine Zwischenübernachtung sein, zweckmäßig. Wir buchten ein Häuschen über booking com für 30 USS Doller, einfach mit 2 Schlafzimmer. War es Geiz, war es die Idee nach etwas anderem,  worüber man sich hinterher  noch Geschichten erzählt und lacht ? Ich glaube es war beides. Das es für diese Geld einfach ist, war uns klar. Auch hatte der Vermieter es uns  noch einmal geschrieben. Aber das war eigentlich nicht das Problem und eigentlich ist es auch ganz witzig ( wie Carola jetzt die Tür verschließt und mir die Kopfkissen zeigt).

Wenn man es schön darstellen möchte,  haben wir ein Häuschen mit 2 Schlafzimmer im Vorort von Rio Galleros mit einen Garten,  einem Blick auf ein Feld und viele Tiere vor der Tür.

Unserer Wahrnehmung nach... -haben wir ein sauberes kleines Häuschen in einer eher ärmlichen Gegend,  der Blick offenbart eine vermüllte ,schlammige Wiese ( über die uns google gerne geführt hätte) und die vielen Tiere stellen sich als Kreuzungen sämtlicher Hunderassen da. Die Tür hat 4 Schlösser, das sagt schon einiges aus und das Tor ( es gibt ein massives Tor) hat ein dickes fettes Schloss.  Leider klappt das mit dem Wein heute nicht, wir bekommen den Korken nicht aus der Flasche, Mist, gerade heute wäre es nötig.

Türen sind zu , Heizung an, Hunde schlagen bei Bedarf Alarm...alles gut.....ist doch eigentlich ganz nett hier.

Tag 10 alles gut.....auf nach El Calafate

  • Ich fasse mich kurz, die Nacht verlief ruhig und wir haben gut geschlafen. Um 7:00 entriegeln wir sämtliche Schlösser und starten in den Tag, es geht nach El Calafate. Es tobt ein ordentlicher Wind aber man sagt uns später, das ist noch gar nichts, ach so, bei uns hätte man schon eine Sturmwarnung ausgerufen.

Noch etwas Kurioses habe ich zu berichten, wir sind noch im selbigen Ort auf eine schicke neue Tankstelle mit einem Cafe gefahren. Da steigt man aus dem Auto aus und einem wehen gleich die alten Plastiktüten um den Kopf und im Cafe bringt einem ein Roboter den Cafe an den Tisch,  da passt was nicht. 

Die 350 Kilometer Fahrt nach El Calafate war ereignislos, sogar etwas langweilig.

El Calafate liegt in Argentinien, in der Province Santa Cruz. Der Ort ist bekannt durch den Perito Moreno Gletscher, dieser liegt im National Park los Glacieres, etwa 80 Kilometer von El Calafate entfernt.

Die kleine hübsche Stadt liegt am Lago Argentino und lebt von den unzähligen Touristen.

Wir bummeln bei starken Wind aber Sonne durch die nette Innenstadt und gönnen uns ein Eis.

Unsere Unterkunft ,ein Häuschen, ist ganz nett mit Ausblick auf den See und einer ruhigen Terrasse.

Tag 11 Perito Moreno/ Glacier National Park/ Patagonien/ Argentinien

Ein Tag wie aus dem Bilderbuch !  Früh um 7:00 starten wir zum 80 Kilometer entfernten Glacier National Park. Es ist noch recht frisch draußen, 7 Grad, um mal eine Zahl zu nennen aber es wird heute ein Traum -Tag. 

Wir erleben heute ein Wunder der Natur, ein weiteres Highlight unserer Reise, den Perito Moreno Gletscher. Es ist einer der wenigen Gletscher der Welt, der täglich weiter wächst. Sein Eisfeld drückt in den Lago Argentino und dadurch kommt es zu donnernden Kalbungen, ein sehr beindruckendes Ereignis.

Info : der Park öffnet um 8:00, Bezahlung in bar Arg.Pesos oder Kredit Karte, geht sehr schnell.     

 Die Bootsfahrt bucht man am besten schon in El Calafate, wir waren in einem Büro von Tagle Service, Perito Moreno. Die Boote erreicht man in der Nähe der Aussichtspunkte, z.B Sendero Costal oder am Ende nach rechts runter fahren statt nach links zum Restaurant. Ich bin sehr schlecht im erklären, fragt vor Ort nach.

     Am besten ist es früh da zu sein, um dem Andrang zu entgehen. Es gibt genug Platz für alle.

Ich muss nicht erwähnen, daß wir einer der Ersten am Gate waren, exakt um 7:50 standen wir schon da und waren nicht alleine. Vom Gate fährt man noch einmal 30 Minuten, die Aussichtspunkte haben wir uns für den Rückweg aufgehoben, damit wir auch ja nicht zu spät kommen und der Gletscher wohlmöglich schon geschmolzen ist.

Jetzt schaut euch die schönen Bilder an......Gletscher....blauer Himmel....20 Grad am Mittag.

 

 

 

 

 

 
 

 

Das war unser heutiges Erlebnis.......und morgen verlassen wir Argentinien endgültig und machen uns auf den Weg nach Chile/ Puerto Natales

Tag 12 von El Calafate/ Argentinien nach Puerto Natales/ Chile

 

Puerto Natales 20:00, wir haben gerade unser Abendessen auf unserer Terrasse genossen. Die Sonne versinkt langsam hinter den Bergen und so allmählich wird es doch kühler. Tatsächlich haben wir heute im Sommerkleidchen in der Sonne gessen, bei unglaublichen 20 Grad aber im Windschatten gefühlte 30 Grad. Wer hätte das gedacht, ich sicher nicht. Das Kleidchen war eigentlich für die Atacama Wüste vorgesehen, so zum Abhängen, nun wurde es heute schon aus der Tasche entlassen.

Die 300 Kilometer lange Fahrt von El Calafate nach Puerto Natales zog sich ein klein wenig hin. Die Grenzüberfahrt von Argentinien Rio Don Guillemo nach Chile Cerra Castillo war erstaunlich leer und ging wieder zügig vonstatten. Eigentlich muß man sich nur merken : de donde= woher und a donde= wohin , mehr hat man uns nicht zugemutet. Nur wenn man nach Chile einreist, kommen noch Fragen zur Einfuhr von Lebensmittel, heute gab es sogar noch einen Zettel zum Ausfüllen, auch in englisch(:. Frische Lebensmittel einzuführen, besonders Obst und Gemüse, sind verboten, bei Lust und Laune kann auch schon einmal das ganze Auto durchsucht werden.

Anzumerken ist hier noch : in Argentinien immer schön auf der Ruta 40 bleiben und nicht in Versuchung geraten und die Abkürzung über die Ruta 7 nehmen. Na klar hatte das google wieder mit uns versucht. Im Vorfeld hatte ich aber schon mehrmals gelesen, daß diese Strasse eine fürchterliche grobe Schotterpiste ist. Auf Reifenwechsel hat wohl keiner so richtig Lust obwohl wir durchaus in der Lage dazu wären.

Bei blauen, wolkenlosen Himmel sahen wir das Torres del Paine Bergmassiv schon von weitem und entschlossen, uns kurzer Hand einen Umweg zu fahren, obwohl wir beide schon etwas hungrig waren. Bei diesem Wetter muß man Kompromisse machen, essen oder Bilder!  Bilder waren uns in diesem Moment absolut wichtiger. Morgen könnte der Zauber schon wieder in einer dicken Wolkendecke liegen. Leider konnten wir noch nicht in den Park fahren, da unsere online Buchung erst ab morgen gilt. Neuerdings muß man die Eintrittskarten online buchen, diese ist dann für 3 Tage gültig oder auch länger.

Gegen 15:00 erreichten wir unser neues Quartier , ein süßes Holzhaus mit Blick auf die Berge. Wieder liegt das Haus außerhalb des Ort aber diesmal ist das Umfeld schöner und es gibt keine bellenden Hunde, aber das kann ich erst morgen früh bestätigen. Im Umfeld, ein paar Schritte von uns entfernt, wohnen die Mutti und die Schwester des Vermieters. Das finde ich schon wieder putzig, vielleicht laden sie uns mal zum Essen ein.

 

Den gesamten Nachmittag in der Sonne gessen und mal ein Buch gelesen, ist auch mal schön.

 

 

Morgen gehen wir wieder wandern.

Tag 13 Torres del Paine National Park/ Wanderung

Wir sind etwas beschwipst von einem Gläschen Pisco Sour, ein beliebtes Getränk in Südamerika. Ein chilenischer Brand mit Limettensaft, Zuckersirup und Eiweiß, ganz lecker und rutscht gut.

Der Tag beginnt um 6:00 morgens, aufstehen, duschen, auf geht es ! Die Anfahrt ist lang, für 91 Kilometer benötigt man sage und schreibe 2 Stunden, das sagt schon alles über die kommenden Strassenverhältnisse aus. Von der Bundestrasse 9 biegt man in die übelste Piste unserer bisherigen Reise ab, der Y 290 zum Parkeingang West. Bis zum Parkeingang sind es noch etwa 70 Kilometer, vorbei am Silla de Diablo, damit könnte auch diese Strasse gemeint sein. Die Gravelroad ist ja noch soweit ok, obwohl man ganz schön durchgeruckelt wird bei dem Wellblech ähnlichen Untergrund. Die Teil-Teerstrassen sind das Problem, diese enthalten immer wieder unangenehme  Schlaglöcher bereit,  diese sind groß wie Kuhfladen und tief. Meist stößt man in einer Kurve auf sie, upps , schön über die gesamte Breite verteilt muß man Slalom fahren. Ist man nicht achtsam kann es für so manchen Reifen das Ende bedeuten. Im Park selbst gibt es nur Gravelroads aber die sind gut zu fahren, oft schmal , kurvig und steil aber im guten Zustand. Um die Frage zu beantworten; braucht man einen Allrad ? Nein ist nicht erforderlich

(vielleicht im Winter), ein Allrad hilft einen auch nicht durch die vielen Löcher. Aber ein SUV ist durchaus eine Bereicherung, besonders dann , wenn Reifen und Felgen etwas robuster sind und diese auch mehr Bodenfreiheit haben. Wir haben aber im Park alle Arten von Autos gesehen. 

Am Parkeingang muß man seine online Reservierung  vorzeigen, das gilt auch bei täglichen Besuchen.

Leider ist der Tag heute wolkenverhangen aber kein Regen und die Sicht ist gut. Wir fangen an mit Foto Stopps und noch mehr Fotos...... Stopps.

Unsere Erste Wanderung ist der Mirador Condor, von dem man einen schönen Rundumblick hat. Hier treffen wir Julia aus Köln, Sie ist seit Januar 2025 mit ihrem Fahrrad unterwegs. Ja richtig gelesen ,im Januar 2025 ist Sie in Kolumbien gestartet und jetzt zum Endziel nach Ushuaia in Argentinien unterwegs. Wir sind sehr beeindruckt von dieser Leistung, so eine lange Zeit, die durchaus schweren Strecken, die Herrausforderungen unterwegs, das stärkt einen Mental. Gute Fahrt Julia!!!

Die Zweite Wanderung zum Mirador Cuernos und Sato Grande, man steht am Ende vor dem gewaltigen Bergmasiv und einem See. Leider war diese schöne Wanderung nicht einsam, eher eine Pilgerreise mit vielen Menschen. Am besten morgens, starten dann sind noch nicht soviele Tourenbusse da. Noch mehr Fotos......

Zum Nachmittag verlassen wir den Park und fahren zurück nach Puerto Natales. Die kleine Stadt hat viel Charme und ist so süß, irgendwie wirken die Häuser wie eine Filmkulisse. Wellblech und Holz werden irgendwie über- nebeneinander und  miteinander verbunden und dann schön bunt angemalt, fertig ist das Haus. Ich möchte hier einmal anmerken das alle Orte/ Städte in Argentinien und Chile, immer große Kinderspielplätze, Parks und Promenaden haben wo sich Menschen aufhalten und sich treffen können.

Im Stadtkern gibt es viele Outdoorgeschäfte und Wollprodukte, Cafes, Restaurantes und einen netten Platz und natürlich eine  Kirche. Zum Essen waren wir im EL Bote, kann ich wirklich weiter empfehlen. Frischen Fisch und Pisco Sour, sehr lecker.

Jetzte aber schnell schlafen, um 6:00 gehts wieder raus.

 

Tag 14 Wanderung und wieder Fotos/ National Park Torres de Pain

Abfahrt um 7:00, es ist noch nicht hell und wir sind noch etwas schläfrig, aber das wird sich gleich auf der Huppel-

Piste ändern. Die Anfahrt ist wieder auf der Y290, aber heute mit Sonnenschein, ah wir sind happy. Alle Fotos noch einmal bei Sonnenschein, nein .....nicht alle. Diesmal fahren wir die gesamte Strecke durch den Park, halten mal hier und mal dort. Die Torres de Pain....bei Sonnenschein und wolkenfrei......unglaublich!!! Und wieder mehr Fotos, ein Motiv, aber immer ein anderer Vordergrund, ich glaube jeder kam auf 50 Fotos (:.

Am Mittag haben wir einen schönen Wanderweg am Laguna Azul entdeckt, den 9 Kilometer langen Sendero Laguna Cebolla. Zuerst am See entlang, mit Blick auf die Türme, dann geht es landeinwärts und hoch und hoch aber nicht zu hoch. Vorbei an sanften Hügeln und einer üppigen Graslandschaft, die sich schon herbstlich verfärbt. Auch die 9 Kilometer zurück waren alles andere als langweilig. Es ist ein ruhiger, leicht bis moderater Weg, wir haben kaum jemanden getroffen, erholsam einsam.

Den langen Rückweg von 115 Kilometern, traten wir über den Ostausgang an und dann gleich auf die gute Teerstraße der Ruta 9.

250 Kilometer gefahren von Puerto Natales- Westeingang Porteria Serrano- Rundstrecke im Park- Ausgang Osttor- Puerto Natales.    18 Kilometer gewandert. Schöner Tag bei 20 Grad.

Zu Hause, in unserem warmen und gemütlichen Häuschen gab es noch ein leckeres, selbst gekochtes Essen, leider ohne Pisco Sour.

 

Tag 15 noch einmal Torres de Paine

Graue Wolken begleiten uns heute auf unserem Weg in den Park. Wir haben uns heute für den Osteingang entschieden, weil wir noch einmal den Amarga See besuchen wollen. Unterwegs nehmen wir noch 2 Wanderer auf, die auf eine Mitfahrgelegenheit warteten. Die beiden jungen Männer sind aus Santiago, arbeiten hier als Tourguides und wollen heute selbst eine größere Tour unternehmen. Die Gegend von Amarga und Laguna Sarmiento ist als einer der Top Hotspots für Puma Sichtungen bekannt, hier beginnt auch der Puma Trail, dieser ist aber nur mit einem Guide zu bewandern. Schade, warum haben wir die beiden Jungs gehen lassen. Stattdessen laufen wir den kurzen Weg zum Lookout auf den Laguna Sarmiento.

Anschließend fahren wir eine letzte Runde durch den Park, heute sieht man keine Türme, wenig  von den Bergen und auch die zahlreichen Seen sehen ganz betrübt aus. Wir beschließen zum Grey Lake zu fahren, um im gleichnamigen Hotel einen Kaffee zu trinken und dann noch am See zu wandern. In gemütlichen Sesseln genießen wir unseren Kaffee und den schönen Ausblick auf den See und den Strand. Das es draußen in Strömen regnet macht uns nicht gerade glücklich, jetzt trinken wir doch noch einen Pisco Sour, Prost.  Es hat sich gelohnt zu warten, wir können es kaum glauben, die Sonne ist da. Nein, das hat nichts mit dem Alkohol zu tun, wir haben halt ganz großes Glück. Es ist eine wunderbare Wanderung über den Steinstrand und eine Runde um die Insel. Es ist unbeschreiblich schön, kleine Eisberge im See,  von weiten einen Blick auf den Grey Gletscher und die Insel mit ihrem üppigen Bewuchs,der schon herbstlich leuchtet. Bei Sonnenschein sieht halt alles so viel schöner aus.

Info: es gibt hier viele Wanderwege, die man nur mit Guide laufen darf ! Dazu gehört auch der Puma Trail und der Pingo Trai. Tourenguides kann man in Puerto Natales mieten. Ich habe beim Eingang eine Rancherin gefragt, Sie gab mir ihren whats app Kontakt....die machen das nämlich auch.

Meine Lieblingswanderung: Laguna Cebolla und Lake Grey

Jetzt heißt es Abschied nehmen von diesem außergewöhnlichen Flecken Erde. Die Weite der Graslandschaften,die jetzt ins gelbliche verfärbt sind, auf denen Kühe, Pferde und Schafe grasen. Die unzähligen Seen, deren Farbe von milchig blau bis türkis und dunkles blau reichen und die grandiosen Berge, die alles umringen und bis in den blauen Himmel ragen. Natürlich die Sonne, die uns so verwöhnt und gewärmt hat.

Auch Puerto Natales hat unser Herz gewonnen. Morgen verlassen wir mit einem weinenden Auge das südliche Patagonien. Dieser entlegene Teil der Erde hat sich uns von seiner schönsten Seite gezeigt. Wir haben so viel erlebt und gesehen, das haben wir alles noch nicht verarbeitet. Es ist ein Traum......aber die Sonne hatte maßgeblich daran einen großen Anteil.    

Morgen geht es ganz früh ins 250 Kilometer entfernte Punte Arenas, wir geben das Auto ab und fliegen nach Puerto Montt, in das Gebiet der Seen und Vukane.

gesamt Kilometer gefahren : 3500

 


Und nicht zu vergessen unser schönes Haus mit dem wahnsinns Blick

Tag 16 Flug nach Puerto Montt / das Tor nach Nord Patagonien

 
 
Fahrt am sehr frühen Morgen nach Punta Arenas
 
Das südamerikanische Temperament, was sich besonders beim Auto fahren hervorhebt, hört abrupt am Schalter von Latam Airlines auf. Was hier so lange dauert ist uns ein Rätsel, auch das 3 von 4 Schaltern auf einmal geschlossen werden. Tja,was soll man sagen, so ist das halt.
 
 
Doch noch im Flugzeug. Flug über die Andem, noch einmal Perito Moreno von oben.
 
Am Airport Puerto Montt am Lucano Rent a car Schalter, stehen wir nun und wollen unser Auto abholen. Wie zuvor schon in Punta Arenas auch hier kein vorankommen. Ich schiebe alle Unterlagen über den Tresen, er wirft einen Blick darauf, und ......nichts......gar nichts passiert. Sein Blick ruht auf dem PC, äh liest er ein Buch oder sieht er seine Mails durch? Als er irgendwann sein Telefon an sein Ohr hält, frage ich freundlich lächelnt nach, ob es ein Problem gibt. Nö.....alles ist ok...ach so. Mittlerweile hat sich der Schalter gefüllt, das kann dauern. Na endlich bekommen wir unser Auto, ein Toyota Rav, AUTOMATIK!!! Ich betone es, weil ich das vergessen hatte, ich habe mich schon auf eine rasante, kurvige Tour, mit einem Schalter, durch die Berge gefreut. Äh nee, sicher nicht.
Unser Haus liegt 20 Kilometer außerhalb von Puerto Varas und wir müssen uns durch den Feierabendverkehr schlängeln. Ach wie ruhig war es auf Feuerland. Es sind sage und schreibe 26 Grad und die Menschen sitzen am Strand und baden im Largo Llanquihue, wir wollen das auch. Dazu wird es aber sicher nicht mehr kommen, das Wetter soll sich verschlechtern, Regen und soooo.
Unser Haus ist sehr nett von innen alles aus Holz, aber freundlich. Beim Kochen stoßen wir auf Schwierigkeiten, Gasherd. Bis dato kein Problem, aber hier tut sich nicht viel, obwohl die Flammen volle Stärke züngeln. Das Fleisch braucht ewig und ist dann hart, gut das wir noch Salat haben.
Die Lösung verrate ich morgen.
Ach so , ich werde nicht mehr soviel schreiben, wir haben hier Netflix! 

Tag 17 oh schon! Vulkan Osorno und Seeumrundung

Am Morgen scheint noch leicht die Sonne und wir beschließen zuerst auf den Vulkan Osorno zu fahren. Die erste Auffahrt mit dem Sessellift beginnt um 10:30, wir sind dabei. Oben angekommen weht ein frischer Wind, sehr stark und reißt uns fast um. Ich muss wieder einmal feststellen, daß Vulkane am schönsten sind, wenn man sie von weitem sieht. Langsam ziehen sich am Himmel die Wolken zusammen und aus ist es mit der grandiosen Aussicht. Von der Mittelstation beschließen wir nach unten zu laufen, es ist kühl geworden und der Lift fährt im Schneckentempo. -Leider machen wir hier einen kleinen Fehler in dem wir einem jüngeren Pärchen hinterher laufen und nicht den Hauptweg nehmen. Großer Fehler, schnell zeigt es sich, daß manche Teilstrecken ziemlich steil sind. Nein abstürzen kann man nicht, man wird nur automatisch ganz schnell, wenn sich die kleinen Steinchen unter den Füßen sich plötzlich in Bewegung setzen und man selbst dann auch. Fast wären wir noch auf unserem Hinterteil den Hang nach unten gerutscht, das wäre dann super schnell gewesen. Aber alles ist gut gegangen und als wir wieder in unserem Auto saßen fing der Regen an. Glück gehabt!

Die Strecke um den See ist bei klarer Sicht und Sonne sicher sehr schön, bei Regen bei weitem nicht. Ich hatte auch noch nicht erwähnt, daß es hier fast wie in Bayern aussieht. Aber nur fast, immerhin erstrecken sich hinter uns die Berge der Anden und das ist doch noch einwenig anders. Ansonsten erinnert es einen doch etwas an Deutschland. Die Kühe, die Wiesen und die Straßen, die sind hier ganz vorbildlich, mit durchgezogener Linie und Zebrastreifen, die hier auch eine Bedeutung haben( im südlichen Patagonien eher nicht so). Man wird auch angehupt , wenn man bei durchgezogener Linie wendet.......von denen, die hier kein Geschwindigkeitsschild erkennen.

Der ausgesprochene hübsche Ort Frutiilar läd uns ein ,länger zu verweilen. Dieser Ort wurde 1856 von Deutschen gegründet, es gibt hier viele Cafes und Läden die deutsche Namen tragen, wie Frau Holle oder das Blumenhaus. Es gibt auch ein deutsches Clubhaus, sowie ein deutsches Museum mit Häusern aus der Gründerzeit. Es gibt Kuchen und Torten wie in Deutschland, ich hatte einen Apfelstrudel, sehr lecker.

Am Abend in unserer Küche: gleiches Problem wie gestern. Zweimal kommt die Vermieterin rüber und kann sich auch nicht erklären , warum das Wasser nicht kocht.

Auflösung: wegen der Dunstabzugshaube, die muss aus sein !    So nun geht es und wir können gleich essen und dann gemütlich vom Sofa aus Netflix sehen.

 

Tag 18 Lago todes los Santos

  • Wir erlebten heute einen sonnigen Tag auf dem, in den Anden liegenden See, todos los Santos. Vergleichbar ist er von der Größe her, mit dem Lago Maggiore. Von dem Ort Petrohue geht es mit dem Katamaran bis ans andere Ufer. Hier liegt der idyllische kleine Ort Peulla, in dem es nur ein Hotel und ein Postamt gibt und der an  Grenze nach Argentinien liegt. Es blühen zahlreiche Blumen und Pflanzen und es herrscht eine magische Stille. Der See leuchtet zum Teil in smaragt grün und ist eingebettet  von den Bergen und Vulkanen der Anden. 

Die Abfahrzeit am Vormittag ist nicht so ganz durchschaubar, angegeben war 9:30, dann wurde es aber 10:15. Dafür gibt es aber, so glaube ich, eine Erklärung. Dieser Katamaran befördert auch die Touristen, die über einen Tourenanbieter nach Argentinien reisen. Ein Bus bringt die Reisenden mit dem gesamten Gepäck zur Anlegestelle und auf der anderen Seite wartet ein anderer Bus und bringt sie nach Bariloche in Argentinien. Wenn dieser oder diese Busse Verspätung haben, dann wartet der Katamaran auf sie. 

Die Rückfahrt war mit 16:00 ( dreimal nachgefragt) angegeben, tatsächlich war es dann 16:45.

Kurzum, wir hatten einen langen, sonnigen Tag bei 20 Grad.

 

 

 

Tag 19 eine Wanderung im N.P. Llanguihue

 

Bis zum Reserva National Llanguihue sind es von uns aus etwa 70 Kilometer und 1 Stunde Fahrzeit. Die Sraße schlängelt sich eng und kurvig ( bin froh das wir Automatik haben), zum Teil auf einer Schotterpiste, durch ein ländliches Gebiet, nice hier. Gerne würden wir vor unserer Wanderung noch einen Kaffee zu uns nehmen, doch daraus wird nichts. Während der Woche ist hier alles dicht, ländlich halt. Der erste Stop ist am Largo Chapo, ein schön gelegener See in mitten der Berge, am Rande grasen die Kühe und nur wir haben uns hierher verirrt.

Hier essen wir schon mal die erste Ration unserer Vesper....leider ohne Kaffee.
Nach einer kurzen Fahrt geht es in den N.P. Llanguihue, der Eingang wird nicht so eindeutig  von google gefunden ( wieder einmal hatte er eine andere Idee) aber es gab eine Auschilderung zum Park.Die Zufahrtsstraße zum Parkplatz ist sehr bumpi und Parkplätze sind wenige vorhanden.
Gewandert : Sendero Rio Blanco mit anschließender Sicht auf den Vulcan Calbuco, wenn keine Wolken ihn verbergen. Die Strecke ist wieder ein schöner Parcurpfad der stätig ansteigt aber moderat bleibt. Nur die glatten, nassen Felsen, der sehr steinige Untergrund, die kurze Flußdurchquerung und die vielen Wurzeln stellen eine kleine Herausforderung da. Unbedingt ratsam sind knöchelhohe Wanderschuhe und Wanderstöcke, nur junge Leute schaffen  diesen Weg mit Nike an den Füßen und dem Handy am Ohr. Wir zählen nicht mehr dazu und müssen schon auf unsere Schritte achten. Es ist ein landschaftlich sehr schöner Weg, mit dichtem Wald in dem man immer wieder neue Pflanzen entdeckt. Sogar Kolibris fliegen um uns herum. Leider zeigt der Vulkan sich nicht in seiner vollen Größe, die Wolken sind einfach zu dicht. Aber es war trotzdem eine schöne Wanderung. Am Eingang muss man sich registrieren und sich auch am Ende wieder zurück melden. Von uns wollte der Ranger auch noch eine Kontaktadresse, für alle Fälle. Nur von uns ? Nein natürlich nicht.......jeder muß sich an und ab melden.
 
 
 
 
.....unterwegs
 
 
 
 Am Abend zeigte sich doch noch die Sonne

Tag 20 Puerto Montt und endlich Regen

Ein Bild sagt alles

Samstag, ein Vormittag in Puerto Montt ! ......sinflutartiger Regen und ein Sturm fegt durch die Stadt und wir sind natürlich dabei.

Eigentlich wollten wir schon am Morgen unsere Betten nicht verlassen, brr kalt ist es im Haus, einer von uns muss sich um den Ofen kümmern. Hilft ja alles nichts, aufstehen und neuen Abenteuern entgegen. Heute ist es der Fischmarkt in Puerto Montt.

Nach einer Stunde, nie geht etwas mal schnell, erreichen wir die Kleinstadt Puerto Montt, die an einem geschützten Meeresarm des Pazifischen Ozean liegt. Eine Perle am Meer ist sie nicht. Wir parken in der großen Shopping Mall mit ihren zahlreichen Geschäften bekannter Marken. Dann geht es durch Sturm und Regen zum 2,5 Kilometer entfernten Fischmarkt. Natürlich zu Fuß, jetzt hilft auch kein 3 Wetter Taft mehr, aber mein Regen Poncho von Decathlon bewährt sich wieder einmal.

Am Fischmarkt herrscht reges Treiben, er ist nicht so groß aber alles ist sehr sorgsam und hübsch dekoriert. Wir lassen uns ein Cervice zusammenstellen und das Abendessen ist gesichert. Im Meer vor der Tür liegen unzählige Seelöwen und warten auf die Reste.

Endlich in der Mall zurück, kaufen wir noch ein Stückchen Kuchen .......  so der Nachmittag ist gerettet, bereit für das Sofa und Netflix. Vorher kommt aber noch das Parkhaus, für mich der Vorhof der Hölle. Sehr quirlig geht es hier am Mittag zu, verflixt eng ist es und dann das Suchen der Ausfahrt.......leichte Überforderung stellt sich bei mir ein, gut das google und Carola an meiner Seite sind.

Bei Kuchen, Kaffee und Netflix sitzen wir auf dem Sofa und draußen geht weiterhin die Welt unter. Patagonien zeigt heute seine andere Seite.

Unser Abendessen war nicht so lecker, Essen abgebrochen, warten was da noch kommt in der Nacht.

 

Tag 21 N.P. Alerce Andino

Keine Auffälligkeiten in der Nacht.

Entgegen unserer Gewohnheit starten wir erst um 9:30 zu unserem heutigen Ziel dem N.P. Alerce Andino, wieder mit 1,5 Std Fahrzeit. Irgendwie fahren wir mehr als das wir wandern.

Das Wetter ist einigermaßen stabil, aber was wäre ein Regenwald ohne Regen. Im großen und ganzen haben wir aber Glück und bleiben vom Starkregen verschont. Wir nehmen den Eingang Sector Correntoso, hier muss man eine Parkgebühr entrichten. Wir haben das schon online erledigt, aber vor Ort geht das auch mit Visa.

Dieser Park hat uns nicht überzeugt, es gibt einige kleinere Routen die man laufen kann und viele davon bergauf auf Holztreppen. Sozusagen war das heute Wadentraining.

Im Anschluß fanden wir noch eine schöne Caferteria wo es, natürlich, ganz wunderbare Torten gab... und Kaffee.

Da jetzt noch die Sonne vorbei schaute, fuhren wir noch einmal an den Lago Chapo, noch die Torte ablaufen.

Fertig für heute...

 
 
 
 

Jurassic Chile

Der Indominus Rex jetzt in Chile? Mit der Isla del Muerte hatte das ja nicht geklappt... Hoffentlich hat Carola kein rohes Fleisch in der Handtasche. 

 

Tag 22 Langweilig

Heute gibt es überhaupt nichts zu berichten.

Regen!!!

Regen !!!

Regen!!!

Mittags in Puerto Varas zur Massage

Regen!!!

Regen!!!

Regen!!!

Gute Nacht.....

Tag 23 Puerto Varas....immer noch in der gleichen Gegegend

Carola hat Geburtstag!!!! Leider interesiert es die Sonne nicht.

Noch eine Nacht.....dann fliegen wir in die Wärme.

An unserem letzten Tag, im Kreise der Vulkane, feiern wir heute Geburtstag.

Planmässig sind wir noch für eine Nacht nach Puerto Varas gezogen. In ein Boutique Hotel, ähm nur dem Namen nach. Das Zimmer, immerhin eine Junior Suite ist schon arg klein und durch die allgemeine Leichtbauweise hat man auch einen Einblick in das Leben der anderen Gäste. Dafür ist es warm und es gibt 2 große Betten. Unser letzte Haus über airbnb war ja auch nicht so schön. Berichte über alle Unterkünfte schreibe ich am Ende unserer Reise.

Am Vormittag wollten wir noch eine Wanderung zu einem Wasserfall unternehmen, auch gerne mit Regencape. Leider war der Weg offiziell gesperrt, der Regen hat gestern die Wege stark geschädigt , nur noch Schlamm. So nun , was jetzt....? Es wird schon wieder langweilig! Sind nach Puerte Varas gefahren, schön Pisco Sour getrunken, Mittags um 12::00.....ist doch Geburtstag..Danach etwas die Wirtschaft in den Geschäften angekurbelt...... nicht mehr so langweilig.

 

Noch eine kurze Fahrt zu dem Ort Llanguihue, selbige Name wie der See.......und es wird schon wieder langweilig.

Jetzt gerade etwas Pause im Hotelzimmer und zuhören was die anderen Gäste heute so erlebt haben.

Gleich gehts zum Essen.....Party! Ich ziehe meinen warmen neuen Pulli an.....brrrrr.

Gesamt Kilometer: 900

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Tag 24 Die Atacama

  1. Die Party ist vorbei und wir sind jetzt in San Pedro de Atacama angekommen. Ein Ort an dem man sofort an Santa Fe vor 200 Jahren denken muss, kleine Häuser, enge Gassen und alle Strassen sandig, eine feine Staubwolke liegt in der Luft.

Aber der Reihe nach, heute war ein langer und stressiger Tag. Schon auf der Fahrt zum Flughafen standen wir im Stau,auch noch tanken..... man die Zeit.....das dauert. Endlich angekommen braucht man auch bei der Autoabgabe immer wieder einige Zeit, ein Angestellter schaut sich das Auto ganz genau an, mit Fotos und so. Das einschecken ging erstaunlich flott über die Bühne und dann war schon Boarding. Wir waren etwas besorgt, da wir in Santiago nur 40 Minuten Zeit hatten um die Maschine zu wechseln.Vorgabe von Latam Air, nicht meine Idee. In Santiago wurde es dann sportlich, denn  das nächste Gate war nicht etwa um die Ecke, nein das wäre ja zu einfach gewesen. Wie die Ziegen über den Feldweg getrieben, wurden wir über den Flughafen gejagt. Ein Flughafenangestellter winkte ganz aufgeregt;  nach Calama........los los. Und dann nach einer Joggingrunde ,vollkommen fertig, mussten wir feststellen, daß das Boarding noch im vollen Gange war......puhhh. In Calama, der Zielfughafen, nahmen wir voller Freude unsere Koffer in Empfang, auch sie haben es geschafft. Bei Europcar ging alles recht flott und schon hatten wir unseren Ford Pickup ......und endlich mit Gangschaltung.....mhh. Los ging es nach dem 98 Kilometer entfernten San Pedro de Atacama. Wenn man denkt, daß der Zauber der Atacama schon in Calama anfängt, neee der irrt gewaltig. Es ist hier eine Geröllwüste, eher unattraktiv. Bis man nach etwa 80 Kilometer in der Ferne die schneebedeckten Berge und Vulkane sieht.......wunderschön.

Das Auto fährt sich sehr grob und schon gar nicht spritzig, ha das wird sich ändern wenn wir erst durch das Gelände preschen.

Nach einem Einkauf, der auch Wein beinhaltete, haben wir nun unser Domizil, außerhalb von San Pedro, für 6 spannende Tage bezogen. Eine Finca mit mehreren Schlafzimmern, Terrassen und Küche und RUHE.

Morgen mehr.

Ach jaaaa es sind hier 27 Grad und Sonne satt .....und heute zum zweiten Mal draußen Abendbrot verzehrt, wir waren sehr hungrig.

Tag 25 Valle de la Luna

 

Upps, bei einem Gläschen Rotwein schreibt es sich viel besser.

Es ist an der Zeit zu erwähnen, daß es in Chile keine, wirklich keine Giftschlangen gibt. Auch gibt es wohl nur eine Spinnenart, ähnlich der Vogelspinne die giftig ist. Das ist prima, so kann man ganz unbedarft durch die Landschaft schlendern und auch mal den einen oder anderen Stein umdrehen.

Der heutige Tag, begann ganz relaxt mit einer Tasse Kaffee im Sonnenschein bei 24 Grad. Unser erster Besuch galt den Salzlagunen von Baltinache, etwa 1 Stunde entfernt. Die Lagunen haben einen höheren Salzgehalt als das Totemeer und man kann in einer  von 7 baden. Unbedingt wollten wir das ! Vor Ort entrichtet man ein Eintrittsgeld, hier kann man seine Badesahen anziehen und anschließend auch duschen. Verboten sind Sonnencremes und Schmuck, alles soweit verständlich. Im kleinen Park kann man auf Holzstegen an den Lagunen entlang laufen und dann in Nummer 7 planschen.  Mmmhhh, neee lieber doch nicht, ist ja ganz kalt.....das ist meine Ausrede. Was sagt Carola : zuviele Touristen in einem zu kleinen See......als wenn man mit Fremden in einem Whirlpool liegt, halt nur mit Badebekleidung. Es ist nett hier aber die Stunde Anfahrt und dann noch zuviele Tourenbusse, das muss nicht sein.

Wir fahren zurück ins Valle de la Luna, es liegt unweit von San Pedro und ist ein muss für jeden Besucher dieser Gegend. Den Eintritt hatten wir schon online gebucht und um 13:00 war hier auch nichts los, noch nicht. Sollte man auf die Idee kommen nur die 11 Kilometer durch den Park zufahren ( Tempolimit sind 20 km/h) und nach rechts und links zuschauen, dann braucht ihr garnicht erst hierher zu kommen. Es ist nämlich langweilig. Wir haben das ganze von hinten aufgerollt und ich dachte schon..... da habe ich schon besseres gesehen, das gefällt mir überhaupt nicht. Tatsächlich entfaltet sich die Schönheit des Tales erst bei den einzelnen, kurzen Wanderungen. Jetzt bin auch ich begeistert, nicht so viel aber schon so,daß ich sagen kann ....jawohl es ist schön. Was weniger schön ist und das soll anderen eine Wahrnung sein, ab 16:00 rollen sämtliche Tourenbusse der Stadt an und schütten viele Touristen aus allen Ländern aus. Keine Ahnung ob das immer gegen 16:00 passiert, aber heute war dies der Fall, dafür ist San Pedro wohl leer. Also wir waren jedenfalls mit unserer Runde schon fertig.

Duna Mayor : ca 1 Stunde mit einem grandiosen Rundumblick von oben. Wer Höhenangst hat, für den ist das eher nichts, es ist ein Kammweg ohne Randsicherung.

Achaches: ca 1,5 Stunden, ebenfalls mit einem schönen Blick.

Nun sind wir aber schon sehr müde, die Höhe von 2600 Metern, die Wärme (nein ich beschwere mich nicht ) das macht uns etwas träge. Um 17:00 sind wir zurück in unserem Häuschen, ein Käffchen getrunken, lesen und sonnen, ein Glas Rotwein, Abendessen, schreiben.......endlich -schlafen.

Übrigens kochen wir fast jeden Tag selbst. An jedem Ort gehen wir ein bis zweimal essen um die lokale Spezialitäten zu probieren. Chile und auch Argentinien sind teuer, die Preise sind mit denen in Deutschland zu vergleichen. Fisch, Rind und Wein ist preiswerter. Und dazu kommt noch.... Carola kocht besser als mancher Koch in Chile, warum da noch aus dem Haus gehen.

Anmerkung: auf den viel gelobten Sonnenuntergang auf den Valle de la Luna haben wir verzichtet. Zuviele Menschen, muss man nicht haben. Von unserer Terrasse hat man einen schönen Ausblick auf die Vulkane, alle im Bereich der Fünftausender, diese werden bei Sonnenuntergang in einem sensationellen Licht getaucht.

 

Tag 26 Laguna Chaxa und Valle de Jere

 

Ach, wie haben wir es schön. Der Morgen erwacht bei wolkenlosen Himmel, noch sind es frische 10 Grad, aber schnell wärmt die Sonne die Wüste auf. Unser Häuschen ist ein Traum, früher ein B&B; heute wird das Haus komplett vermietet. Wir haben 6 Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer, einen sehr großen Innenhof und eine schöne Terrasse mit Garten. 

Faul sein können wir uns aber nicht leisten , um 8:00 geht es auf zur Laguna Chaxa. Die Fahrt dauert 1 Stunde und geht schnell vorbei. Natürlich sind schon einige Tourenbusse vor Ort, da bin ich froh, daß wir uns unsere Zeit selbst nach Lust und Laune einteilen können. Chaxa ist eine schöne Lagune in der auch Flamingos zuhause sind. Es gibt hier 3 verschiedene Arten von Flamingos. Da ich keine Zoologin bin verweise ich euch zu wikipedia. Jedenfalls haben wir Flamingos gesehen und den Rundgang genossen. Die Lagune leuchtet hellblau und in der Ferne zeichnen sich die Berge ab.

 

 

Im Anschluß besuchen wir außerhalb des Ortes Toconao, das Valle de Jere. Mitten in der Ödnis befindet sich ein grünes Tal, nicht groß aber ganz zauberhaft eingebettet von schroffen Felsen. Hier haben Kleinbauern einzelne Parzellen und bauen Gemüse und Obst an, sogar einige Weinreben gedeihen hier. Nun geht es auf eine kurze Wanderung entlang des Tales. Kurz liegt immer im Auge des Betrachters, wir waren über eine Stunde unterwegs und der Weg war nicht gerade easy going. Wieder liefen wir wie die Gemsen am Hang auf einen schmalen Pfad entlang. Ist das nicht gefährlich fragt man sich, ich denke das ist es schon. Immer den Kopf untenbehalten und die Füße richtig setzen.....das wird schon. Die wundervolle Landschaft hat uns für alles entlohnt. Leider konnten wir nicht zum Wasserfall vorlaufen, da der Weg überspühlt war, sehr modrich. Es gab einen winzigen kleinen Fluß mit klarem Wasser, hier hätte ich mich gerne zur Abkühlung hinein gesetzt, leider keine Badekleidung dabei.

 

Wenn man von Chaxa kommt, ist vor dem Ort Toconao, in einer Kurve, ein Hinweisschild zum Weingut Santa Romina.Ich war eigentlich recht lustlos, aber Carola lies nicht locker und sagte wir müssen da unbedingt hin. Ok, machen wir. 

Während ich eher gelangweilt beim Auto blieb, rannte Carola das ganze Anwesen ab auf der Suche nach einer lebendigen Person. Ah, da kommt sie auch schon, gefunden, jetzt muss ich wieder ran. Englisch spricht hier keiner,nun wäre es fatal zu denken, daß ich spanisch spreche. Ich kann  wohl einige Wörte und ich kann mich holperig durchfragen , aber ha, bei den Antworten kann ich mich meist nur auf ganz wenige verständliche Worte ,Gesten, Mimik und Erfahrung verlassen. Tourifreundliches Spanisch spricht hier niemand, aber wundersamerweise weiß er was wir, also Carola, wollen. Wir dürfen auf das kleine Weinanbaugebiet besuchen und können zwischen den Rebstöcken ein wenig spazieren gehen. Hier treffen wir auf  zahme Lamas , die hier auch spazieren gehen, nun wandeln wir gemeinsam.....ach wie süß ist das denn. Dieses wirklich kleine Weingut zählt mit zu den höchstgelegen der Welt, ich glaube nur in Argentinien gibt es eines , das höher liegt. Der Wein heißt AYLLU, wir haben mal gleich einen Rose zu testen mit genommen. Es war wirklich toll. Fazit gut das man zu Zweit ist.

 

Der Nachmittag! Jetzt haben wir uns San Pedro angesehen, ich schrieb ja am Anfang, daß es ein vom Winde verwehter Ort ist. Aber nicht in der Touristenmeile, in den vom Verkehr befreiten Gassen, geht es hoch her. Ein Tourenanbieter nach dem anderen, jede Menge Souvenirläden, Wanderausstatter und Restaurantes und noch mehr Touristen. Viele Leute unterschiedlicher Art und aus allen Ländern tummeln sich hier, manche sicher schon seit Corona, aber trotzdem besteht ein gewisser Charme. Aus den Lautsprechern dröhnt das Lied.....völlig losgelöst von der Erde......auf englisch. Nun sind wir froh, daß unser Häuschen etwas außerhalb liegt! Dahin fahren wir auch wieder zurück, schnell noch in den Supermercado und zum Tanken .

 

Morgen geht es in die Höhe, nicht laufen sondern im Auto. Auf dem Markt haben wir uns mit Coca Bonbons eingedeckt. Sie sind aus den Coca Blättern gemacht und sollen der Höhenkrankheit entgegen wirken, weniger Übelkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Dafür soll angeblich wenig Kokain enthalten sein, na das kann ja was werden.

Tag 27 Atacama/ Salar de Tara/ Altiplano

Etwas ganz Besonderes erwartet uns heute.......ein weiteres Highlight unserer Reise.

Um 5:30 starten wir in völliger Dunkelheit hinauf in den mit Sternen übersäten  Himmel, das hört sich sehr romantisch an, war es aber zu dieser Stunde nicht ganz so.

7 Stunden später und 4  gelutschten Coca Bonbons( ich erwähnte sie gestern ) sind wir wieder zurück von unserer Expedition. Wir sind hellauf begeistert, es war einfach nur fantastisch, umwerfend und atemberaubend schön. Aber fangen wir an mit dem dunklen Morgen und dem tiefhängenden Sternenhimmel, bis hierhin ganz toll. Sobald man San Pedro auf der Ruta 27 verlässt, startet man schon steil in den Himmel. Um uns herum nichts als Dunkelheit, vor uns einige LKWs meist beladen mit Autos, auf dem Weg zur Grenze nach Argentinien oder vielleicht auch nach Bolivien. Da sie bei dieser Steigung sehr sehr langsam waren, konnten wir eigentlich alle überholen, was in dieser Finsterniss auch ein besonderes Erlebnis war. Ich kann aber darauf verzichten. Allerdings erhält man auch Hilfe von den meisten LKWs, diese geben dann mit dem linken Blinker ein Zeichen, wenn es nach ihrer Meinung, möglich ist, gefahrenfrei zu überholen. Angesichts der vielen Kurven ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Unser Ford Ranger ist nicht so begeistert von der Strecke, er mag eher Gelände, schwer erklimmt er die Steigungen. Und ich, die von Hause aus eher schaltfaul bin gebe mir die größte Mühe es drei Parteien recht zu machen. Da wäre natürlich Carola, dann Europcar und ganz besonders unserem Fordi, der muß ja bei Laune gehalten werden.

So genug vom Aufstieg, nun ein paar Fakten. Wir überwinden eine Höhe von etwa 2000 Höhenmetern, hier ist die Grenze nach Bolivien auf 4549 Meter. Von der schönen Landschaft sehen wir noch nichts.  Wir fahren den Pass der Hoch Puna Landschaft, die zum Teil auf 4700 Meter ansteigt. Nun ist es Zeit unseren ersten Bonbon zu lutschen, mmm lecker, schmeckt ganz gut. Als langsam die Sonne aufsteigt sind wir nach 1,5 Stunden am Salar de Talar angekommen. Bei sage und schreibe -4 Grad, aber wir sind vorbereitet, alles aus Patagonien kommt hier noch einmal zum Einsatz. Es ist einsam hier oben und wir sind ganz für uns, wie wunderbar, hinter uns schleicht ein Fuchs den Berg hinauf.

Als die Sonne über die Berge steigt, beginnt unsere kleine Off Road Tour an den Lagunen vorbei. Es ist eine grobe Schotterpiste und die Wege kann man sich suchen oder folgt den Spuren, die schon hinterlassen wurden.

Vorbei an Lamas und Vikunas bis zu den Steinformationen der Monjes de La Pacana. Alles ist ganz irre, wie auf einem anderen Planeten. Wir haben keine großen Probleme mit der Höhe, ja etwas Müde und leichter Schwindel machen sich bemerkbar, aber alles nicht unangenehm. Vielleicht wirkt ja auch das Kokain in den Bonbons, jedenfalls können wir sogar etwas in der Wildniss umher wanken.

 

 

 
 
 
 
Auf dem Rückweg sehen wir nun all die hohen Berge, die uns am Morgen verborgen blieben

Feuchtgebiet Quepiaco

 

 
Am Nachmittag waren wir mal ganz entspannt und widmen uns, unserem neuen Hobby......dem Wäsche waschen.
P.S. Coca Bonbons oder die Blätter erhält man in San Pedro. Leider darf man diese nicht nach Deutschland einführen.

Tag 28: ... mehr Lagunen, ... mehr Landschaft, ...mehr ohh!

Und wieder war es ein schöner und unvergesslicher Tag.

Entspannt fahren wir um 8:15 auf die Ruta 23 ins 84 Kilometer entfernte Socaire. Hier erhält man seine Eintrittskarten für Lagunas  Miscanti und Miniques sowie für Piedras Rojas/ Salar de Talar. Wir hatten vorsorglich schon online vorgebucht, es gibt bestimmte Zeitfenster für die Besichtigung und auch die Reihenfolge kann man sich aus suchen. Wir hatten uns als erstes Ziel die Lagunas Miscanti und Miniques, und im Anschluß Piedras Rojas gewählt. Das hatte den Grund, wir wollten danach in Richtung argentinische Grenze fahren, um weitere Lagunen zu sehen.

Von Socaire geht es die nächsten 28 Kilometer stramm nach oben, die letzten Kilometer auf der Schotterpiste sind sehr ruppig zu befahren.

Miscanti ist die erste Lagune, hier muss man in einer Autoschlange anstehen( meist Tourenbusse), wenn man den ersten Ausblick genießen will oder man fährt vorbei und handelt sich böse Blicke ein. Vom Parkplatz kann man einige Schritte gehen und es ist nicht mehr so voll. Fazit: Nett, aber jetzt um 10:30 ist das Licht nicht so besonders.

Miniques: man fährt über einen Hügel und schon kann man wieder einparken. Hier ist die Sicht durch das Licht viel schöner. Fazit: Einige Tourenbusse und Privatautos, aber es war nicht überfüllt. Vielleicht ist der letzte Termin entspannter, dann sind die Touenbusse schon durch, möglicherweise ist auch das Licht besser.

Weiterfahrt auf der Ruta 23 nach Piedras Rojas/ Aqua caliente oder Salar de Talar, gemeint ist immer das gleiche. Die Teerstrasse war bis dorthin schrecklich, viele tiefe Löcher, eine kleine Kraterlandschaft, besonders gerne ,wenn es gerade steil in die Kurve geht.

Vom Aussichtspunkt hat man einen sehr schönen Blick auf die Salar de Talar. Unten bekommt man seine übliche Einweisung und kann dann auf einen ca 2 Kilometer Rundweg entlang laufen. Hier werden auch die typischen Instergram Bilder geschossen, wir sind natürlich dabei. Dabei sind wir jetzt auch mit unseren Coca Bonbons. Wie im Rausch bewundern wir die einzigartige Landschaft. Wir befinden uns jetzt schon seit 2 Stunden auf 4200 Metern, da war es Zeit mal etwas zu lutschen.

 
 

Die Fahrt war hier noch nicht zu Ende, die Tourenbusse und die meisten anderen drehen hier um. Nicht wir! Wir folgen der  etwa 30 Kilometer langen Strasse zur argentinischen Grenze. Das haben wir nicht bereut, wieder erleben wir die Atacama in ihrer ganzen Pracht. Die Strasse schlängelt sich an den Fünftausendern vorbei und nach jeder Kurve gibt es ein neues AHA Erlebnis ! Laguna Tayajto liegt idyllisch vor dem gleichnamigen Berg..., die Campo de Pedras / Vulkanische Felsformationen und die Laguna en Saltar el Laco, gelegen im Niemandsland zwischen Chile und Argentinien.

Ein wunderschöner Tag geht zu Ende und auch Carola ist nun endlich einmal müde.

Tag 29 - Geysire del Tatio

Heute heißt das Motto "Der Weg ist das Ziel." Hätte ich im Ansatz den Weg gekannt, wäre ich nicht gefahren. 

Ich gebe in meinen Berichten ja immer nur meinen Blickwinkel oder Meinung wieder und nicht das von anderen Leuten. Ich versuche es immer so ehrlich und objektiv wie möglich darzustellen. Dazu gehört auch die heutige Fahrt. Andere aus meinem engeren Umfeld würden über die heutige Strecke vielleicht lachen, mir ist das lachen zumindest auf der Hinfahrt im warsten Sinne im Halse stecken geblieben. Wir sind um 6 :00  morgens, noch bei Dunkelheit aufgebrochen und wollten damit den regen Verkehr zu den Gysiren umgehen. Die meisten Tourenanbieter fahren schon um 5:00/ 5:30 los. Es ist wohl zum Sonnenaufgang und noch etwa 2 Stunden danach am schönsten. Wer noch nie Gysire, gesehen hat sollte sich vielleicht an diese Empfehlung halten. 

Für 86 Kilometer benötigt man etwa 2 Stunden, das sagt ja schon einiges. Die gesamte Stecke ist nicht asphaltiert, am Anfang ist die Strasse auch noch gut zu befahren. Dann geht es wie immer hier in der Gegend recht schnell steil nach oben, die Strasse ist uneben und löcherig und dazu kommen am Anfang noch sehr enge Kurven hinzu. Ich hatte schon Schweißausbrüche, das sage ich ganz offen und ehrlich. Gasgeben -Gasgeben .......aber mit Gefühl, das mit dem Gefühl geht mir dabei ganz ab, der Arme Fordi und Carola werden ganz schön durch geprügelt. Und bloß nicht den falschen Gang einlegen, ach warum haben wir keinen Automatikwagen.....

Später, langsam ging die Sonne auf und wir hatten noch einige Kilometer vor uns,...... gib mir mal schnell einen Coca Bonbon. Die Strasse, Piste passt besser, wurde nicht besser, keine engen Kurven dafür ordentliche Bodenwellen auf groben Schotter, auch ein schönes Gefühl, als wenn der Boden unter dem Auto schwimmt. Schließlich haben wir es geschafft, sogar im Zeitlimit, halleluja auf den Rückweg freue ich mich jetzt schon. Aber jetzt sind wir ersteinmal hier und wandeln zwischen den Gysiren auf 4200 m Höhe. Hohe Fontainen sprühen die Gysire nicht, aber schöne Wölckchen steigen in die Luft. Am Morgen sieht das sehr schön aus, zum Mittag hin verblassen sie in dem Sonnenlicht. Mächtig kalt ist es, -7 Grad, zwischen durch waren es sogar -10 Grad. 

Der Rückweg ist dann aber entspannter als gedacht, jetzt sieht man wieder die wunderschöne Landschaft, die einen umgibt und das lenkt auch ein bischen von der Piste ab, was natürlich auch wieder nicht gut ist..Um den schrecklichen Bodenwellen zu entgehen, fahren wir streckenweise im Gelände, in den Spuren von so vielen Vorgängern. Unterwegs gibt es nun sehr reizvolle Stops, die Lagune mit den Flamingos, die Ausicht auf den Vulkan Putana/ Vado Rio Putana und den Guatin Canyon. Am Canyon zeigte uns ein Guide 2 albino Vicunas und gab uns eine Kakteenart zum kosten, das war lecker, saftig und sauer.

So das war heute unser letztes Abenteuer in Chile, ich weiss nicht was Iberia uns noch bietet, aber eigentlich sind wir fast durch. Morgen geht es ganz früh, wie immer, nach Calama zum Airport und dann geht es noch einmal nach Santiago. Dort bleiben wir noch 1,5 Tage und am Mittwoch den 25.2 2026 geht es kurz vor Mittnacht mit Iberia Richtung Madrid und dann zurück ins  altbekannte Berlin.

Am Ende beschreibe ich alle Unterkünfte die wir auf unserer Reise hatten.

Zur Atacama noch ein paar Sätze; spart nicht an einem Auto, ein großer SUV ist hier wirklich von Vorteil, es muss nicht unbedingt ein Allrad sein, aber Unterboden und Reifen sind wichtig. Die Touren sind sicher sehr gut organisiert, aber mit einem Auto ist man einfach flexibler.

Empfehlung : ein Cafe = FRANCHUTERIA !! hier bekommt man lecker Croissants, auch mit Füllung, Eclairs und gute Baguette, auch mit Oliven.

Gesamt Kilometer: 1300

 

Tag 30 Santiago de Chile

Huhu!

Wir sind gut in Santiago gelandet. Sonne scheint bei 27 Grad. Wohnen wieder im Stadtteil Providencia, aber haben in einer anderen Gegend. Haben ein süßes B&B gebucht.. Es is ebenfalls zentral, aber weniger touristisch. Sitzen gerade bei unserem letzten Essen am Abend und trinken Pisco Sour im Grez Restaurant.Gutes Essen! Sind auch schon wieder 7 Kilometer gelaufen. Morgen geht es zum Stadtteil las Condes, ganz in Ruhe im  Park abhängen.

Der Pisco Sour wirkt.

Ach ja ganz vergessen : Manküre und Pediküre im Lazar Beauty Salon genossen. 

2 Stunden für 38 Euro, war sehr entspannend und auch sehr gut.

 

 

Tag 30 letzter Tag in Chile

Heute noch einmal einen entspannten Tag in Santiago verbracht. Mit der Metro ging es in den noblen Stadtteil las Condes. Unser Ziel war die große Mall Parque Arauco mit seinen unzähligen und modernen Geschäften. Las Condes bildet einen krassen Gegensatz zum alten Zentrum. Hier reihen sich verglaste Hochäuser und moderne Wohnkomplexe aneinander.Alles  ist sehr sauber und schick. In der Metro ist Musizieren und Betteln verboten und die Mietroller und Fahrräder stehen in Reih- und Glied, es wäre schön, wenn es in Berlin nur halb so gepflegt wäre. Den Nachmittag liegen wir relaxt im Araucano Park. Hier gibt es Rosengärten,Truckfoots und sehr viele Sportstätten. Auch hier alles sehr sauber, aber jetzt,im Herbst, blüht leider nicht mehr soviel.

 

 

Zurück in  unserem kleinen B&B geht es noch einmal unter die Dusche. Um 19:00 holt uns Uber ab und wir schleichen im Berufsverkehr zum Flughafen! Unbedingt rechtzeitig losfahren!! Am Airport  3 Stunden vor dem Abflug, ist die Hölle los. Am Iberia Schalter ist es schon mega voll, ohweh das ist übel. Dann entdecken wir den Extra- Schalter von Premium Economy, fabelhaft, und schon sind wir eingecheckt!! Es hat sich bezahlt gemacht obwohl Iberia ansonsten eine Enttäuschung ist, schmuddelig und das Essen bäääähhh. Diesmal schlafen wir so einigermaßen und landen nach 12 Stunden in Madrid. Die 4 Stunden Wartezeit bekommen wir mit Kaffee und Weinchen rum.

Gleich geht es zurück nach Berlin und alles ist vorbei. Es war ein unglaublicher Urlaub in einem unglaublichen Land.

Das Motto wie immer: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Die Pläne für die nächste Reise reifen schon im Kopf.

Auf Wiedersehen
Carola & Christina